Hüftarthrose

Juni. 2020 | Hüfte

Die Arthrose der Hüfte ist die häufigste Arthrose der Gelenke. Was eigentlich nicht ganz logisch erscheint, da kein anderes Gelenk im Körper eine derart perfekte Passform hat, in dem die Gelenkspfanne und der Hüftkopf so exakt ineinander passen. Unsere Erklärung hierfür liegt darin, dass die Hüfte zum einen Störungen im Fuss sowie auch im Becken ausgleichen muss und durch Fehlstellungen dieser Gelenke vermehrt fehlbelastet wird. Am Anfang einer Hüftarthrose kommt es oftmals zu Leistenschmerzen mit eventueller Ausstrahlung in den Oberschenkel und zu Anlaufschmerzen nach dem Sitzen oder nach langem Stehen auf der Stelle. Bei fortgeschrittener Arthrose kommt es zu entsprechenden Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk.

Unser erster Ansatz in der Therapie liegt im Aufsuchen und Behandeln der Ursache für die Fehlfunktion im Becken, der Wirbelsäule sowie im Fuss, um weiter Fehlbelastungen zu vermeiden. Dann geht es darum, die bestmögliche Funktion in der Hüfte wiederherzustellen.

Sollte dies nicht möglich sein, da das Gelenk bereits zu sehr geschädigt ist, sollte die Möglichkeit einer OP besprochen werden. Ob eine Operation notwendig ist, hängt immer vom Einzelfall ab und sollte immer individuell betrachtet werden. Die Frage der OP stell sich für uns dann, wenn es durch die gestörte Hüftfunktion immer wieder zu Kompensationen in der Wirbelsäule kommt, sodass dadurch die Bandscheiben Schaden nehmen oder der Leidensdruck des Patienten zu gross wird. Letztendliche sollte immer der Patient entscheiden, ob operiert wird und nicht das Röntgenbild.

Die Operation läuft Ihnen nicht davon. Versuchen Sie zuerst, die konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen. Zum Beispiel bei uns in der Praxis.

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